Mondschein

Neben uns ein Feld voll Mais.
Die Nacht war kalt doch mir war heiss.
Endlich waren wir zu zweit
und kein Mensch sonst weit und breit.

Der Wind spielte in deinem Haar.
Mein größtes Glück es wurde wahr.
Doch es blieb von kurzer Dauer.
Mich überkam ein kalter Schauer.

Im Mondschein hab' ich dich geküsst.
Ich wusste noch nicht was du bist.
Plötzlich wuchs dir dichtes Fell.
Du verändertest dich schnell.

Im Mondschein hielt ich deine Hand.
Du brachtest mich um den Verstand.
Ich lief glücklich neben dir.
Doch dann wurdest du zum Tier.

Deine langen scharfen Krallen
sind mir sofort aufgefallen.
Auch das schwarze Lederband
um deinen Hals ist imposant.

Nächsten Vollmond werd' ich's wagen
meinen Wunsch dir vorzutragen,
fasse mir ein Herz und dann
halt' ich um deine Pfote an.